Kooperationen bekommen auch Creator mit unter 10.000 Followern, wenn sie Marken selbst anschreiben, statt auf Anfragen zu warten. Dieser Leitfaden zeigt dir die 7 Schritte, was Marken bei kleinen Accounts wirklich prüfen, und gibt dir drei Vorlagen zum Kopieren: eine DM, eine E-Mail und ein UGC-Angebot in einem Satz.
Kooperationen bekommen mit wenigen Followern: was Marken prüfen
Marken buchen kleine Creator nicht trotz, sondern wegen ihrer Größe. Eine kleine Community ist oft enger, die Kosten sind niedriger, und eine Marke kann mit mehreren kleinen Creatorn testen, welche Inhalte funktionieren. Was bei dir zählt, sind drei Dinge:
- Passung zur Nische. Eine Marke für Laufschuhe sucht Läuferinnen, keine allgemeinen Lifestyle-Accounts. Je klarer deine Nische, desto leichter kann die Marke dich einordnen.
- Engagement im Verhältnis zur Nische. Es gibt keine allgemeingültige „gute“ Engagement Rate. In unserer Studie mit 53.162 Creator-Accounts (Stand August 2026) liegt der Median bei 10.000 bis 30.000 Followern in Business bei 0,63 % und in Lifestyle bei 1,90 %. Mehr dazu in den Engagement-Benchmarks nach Nische.
- Qualität der Inhalte. Marken schauen sich zuerst deine letzten Beiträge an. Gutes Licht, ein klarer Hook und echte Kommentare wiegen mehr als 2.000 zusätzliche Follower.
In 7 Schritten zur ersten Kooperation
1. Wähle eine Nische, in die eine Marke dich einordnen kann
Schreib in einem Satz auf, wofür dein Account steht: „Vegane Meal-Prep-Rezepte für Studierende“ ist klar, „Food und Lifestyle“ nicht. Dieser Satz steht später in jeder Anfrage.
2. Prüfe deine Engagement Rate, bevor die Marke es tut
Marken rechnen nach. Prüf deine Engagement Rate kostenlos: Der Rechner liest deine letzten Beiträge über deinen Instagram-Namen und vergleicht dich mit deiner Nische, ohne Login.
3. Bau ein einseitiges Media Kit
Eine Seite mit Nische, Zielgruppe, Reichweite, Engagement Rate, Formaten und Beispielen. Wie das aussieht, zeigt unsere Media-Kit-Vorlage mit 6 Abschnitten.
4. Liste 20 Marken, die schon mit Creatorn deiner Größe arbeiten
Die beste Liste beginnt bei Marken, die du schon nutzt. Prüf dann, ob sie mit kleinen Creatorn arbeiten: Markierte Beiträge und Beiträge mit dem Label „Bezahlte Partnerschaft“ zeigen es. Schneller geht es mit unserem kostenlosen Finder: Er zeigt dir, welche Marken PR-Pakete an Creator wie dich verschicken.
5. Schreib eine Anfrage, die von der Marke handelt
Eine gute Anfrage ist kurz: warum genau diese Marke, welche Idee du hast, ein Beleg aus deinem Account. Die Vorlagen unten sind dafür gebaut.
6. Hak einmal nach
Nach drei bis fünf Tagen ohne Antwort schreibst du ein einziges Mal nach, im selben Verlauf. Danach gehst du zur nächsten Marke.
7. Notier Antworten und pass die Nachricht an
Führ eine einfache Liste: Marke, Datum, Kanal, Antwort ja oder nein. Nach 20 Anfragen siehst du, welcher Einstieg funktioniert. Rechne mit vielen Absagen und Funkstille; das ist normal und kein Urteil über deinen Account.
Drei Vorlagen zum Kopieren
Anfrage per DM (Instagram):
Anfrage per E-Mail:
UGC-Angebot in einem Satz:
Wenn du Marken nicht selbst suchen und anschreiben willst: Bei Creator Deals bekommst du Instagram-Kooperationen mit Marken, die zu dir passen, jede Woche neu und mit einer fertigen Nachricht in deinem Ton. 3 Nachrichten im Monat sind kostenlos, ohne Instagram-Passwort.
Kooperationen auf Instagram bekommen
Auf Instagram suchen Marken über Hashtags, markierte Beiträge und die Accounts, die ihnen schon folgen. Markier Marken, die du wirklich nutzt, in Beiträgen und Stories, und folg ihren Creator-Partnern. Reels mit einem klaren Nutzen für deine Nische zeigen einer Marke am schnellsten, wie ihr Produkt bei dir aussehen würde. Wer eine Anfrage bekommt, findet in unserem Beitrag, wie du eine Kooperationsanfrage prüfst und beantwortest.
Kooperationen auf TikTok bekommen
Auf TikTok zählt das einzelne Video mehr als der Account. Ein kleiner Creator mit einem Video, das in der Nische gut läuft, ist für eine Marke interessant, auch mit wenigen Followern. Häng an deine Anfrage einen Link zu genau diesem Video und beschreib, wie das Produkt in dieses Format passt.
UGC-Deals: bezahlt werden ohne eigene Reichweite
Bei einem UGC-Deal kauft die Marke das Video, nicht deine Reichweite. Du lieferst zum Beispiel drei kurze Clips, die Marke schaltet sie als Anzeige. Dafür brauchst du ein kleines Portfolio mit zwei oder drei Beispielvideos, auch für Produkte, die du selbst gekauft hast. Einen Überblick, was du verlangen kannst, gibt unser Beitrag zu Influencer-Preisen nach Followerzahl.
Kooperationen richtig kennzeichnen
Bekommst du Geld, ein Produkt oder einen anderen Vorteil, kennzeichnest du den Beitrag. Instagram verlangt dafür das Label „Bezahlte Partnerschaft“. Schreib zusätzlich gut sichtbar an den Anfang der Caption, dass es Werbung ist.
Häufige Fehler
- Massen-Nachrichten. Eine Anfrage, die zu jeder Marke passt, passt zu keiner. Nenn immer einen konkreten Grund.
- Mit der Followerzahl anfangen. Die Marke sieht sie ohnehin. Fang mit der Idee an.
- Kein Media Kit. Ohne Zahlen muss die Marke nachfragen, und meistens tut sie das nicht.
- Zu große Marken zuerst. Marken, die schon mit Creatorn deiner Größe arbeiten, antworten eher.
- Nicht kennzeichnen. Auch ein kostenloses Produkt ist eine Gegenleistung.
Fazit
Kooperationen bekommen kleine Creator durch Arbeit, nicht durch Glück: eine klare Nische, eine geprüfte Engagement Rate, ein Media Kit und 20 gezielte Anfragen. Fang heute an: Prüf deine Engagement Rate und sieh im kostenlosen Finder, welche Marken mit Creatorn deiner Größe arbeiten. Wenn du die Suche abgeben willst, schreibt dir Creator Deals jede Woche die passenden Marken an.
Häufige Fragen
Wie viele Follower brauche ich für Kooperationen?
Es gibt keine feste Grenze. Viele Marken arbeiten bewusst mit Nano-Creatorn ab etwa 1.000 Followern, weil kleine Accounts oft eine engere Community haben. Wichtiger als die Zahl sind eine klare Nische, gute Inhalte und eine Engagement Rate, die zu deiner Nische passt.
Soll ich Marken per DM oder per E-Mail anschreiben?
Beides funktioniert. Eine DM ist schnell und passt zu kleinen Marken, die ihr Instagram selbst betreuen. Bei größeren Marken landet eine E-Mail an das Marketing- oder Influencer-Team eher bei der richtigen Person. Schreib pro Marke nur über einen Kanal und hak einmal nach.
Was ist ein UGC-Deal?
Bei einem UGC-Deal bezahlt dich eine Marke für ein Video oder Foto, das sie selbst nutzt, etwa in Anzeigen oder auf ihrer Seite. Du musst es nicht auf deinem Account posten. Deshalb zählt deine Followerzahl kaum, dafür zählen Bildsprache, Ton und ein sauberer Hook.
Muss ich eine Kooperation kennzeichnen, wenn ich nur ein Produkt bekomme?
Wenn du für einen Beitrag Geld, ein Produkt oder einen anderen Vorteil bekommst, kennzeichne ihn. Auf Instagram nutzt du dafür das Label „Bezahlte Partnerschaft“ und schreibst die Kennzeichnung zusätzlich gut sichtbar an den Anfang der Caption.
Das startviral Team begleitet Creator bei Social-Wachstum. Wir schreiben über Algorithmus-Research, Creator Ads und nachhaltiges Wachstum.




