Einen Instagram Repost machst du nicht über einen eingebauten Feed-Button – den gibt es schlicht nicht. Stattdessen baut die Plattform das Teilen fremder Inhalte in drei einzelne Funktionen ein, und wer den inoffiziellen vierten Weg per Screenshot geht, sollte die Regeln dafür kennen.
Instagram Repost: die 3 nativen Wege, einen Beitrag zu teilen
Statt eines generischen Repost-Buttons bietet Instagram drei getrennte Funktionen an, die je nach Inhalt greifen:
- In die eigene Story teilen. Tippe unter jedem öffentlichen Beitrag auf das Papierflieger-Symbol und wähle „Zu deiner Story hinzufügen". Der Beitrag erscheint als Sticker mit Link zurück zum Original – die einzige Variante, die in Sekunden erledigt ist und keine Zustimmung des Erstellers voraussetzt, solange der Beitrag öffentlich ist.
- **Ein Reel remixen.** Bei Reels, die der Ersteller dafür freigegeben hat, öffnest du das Drei-Punkte-Menü und wählst „Remix". Du nimmst dein eigenes Video daneben (Side-by-side), danach (sequenziell) oder vor einem Greenscreen-Hintergrund auf – dein Clip erscheint als neues Reel auf deinem Profil, sichtbar mit der Quelle verlinkt.
- **Collab-Post senden.** Beim Erstellen – oder nachträglich über das Bearbeiten-Menü – lädst du einen Account als Mitwirkenden statt als Tag ein. Nimmt die Person an, läuft der Beitrag gleichzeitig auf beiden Profilen, mit einem gemeinsamen Zähler für Likes, Kommentare und Reichweite.
Alle drei Wege brauchen entweder die Freigabe-Einstellung oder die aktive Zustimmung des Original-Erstellers. Das unterscheidet Instagram von Plattformen mit einem echten Ein-Klick-Repost.
Feed-Repost ohne Button: was du stattdessen tust
Willst du einen fremden Feed-Beitrag 1:1 auf deinem eigenen Feed zeigen, gibt es dafür keine native Funktion. Zwei Wege bleiben:
- Screenshot mit sichtbarem Credit. Lade den Beitrag mit Erlaubnis des Erstellers herunter, poste ihn erneut und tagge den Original-Account gut sichtbar im Bild und in der Bildunterschrift. Ohne Erlaubnis ist das ein Urheberrechtsverstoß – unabhängig davon, ob „Credit: @account" darunter steht.
- Repost-Apps von Drittanbietern. Diese Tools laden Beiträge automatisch herunter und fügen einen Credit-Rahmen ein. Das Risiko: Viele verlangen Zugriff auf dein Konto, verstoßen häufig gegen Instagrams Nutzungsbedingungen, und erkennbar wiederveröffentlichter Content wird vom Algorithmus schlechter behandelt als eigener.
Am saubersten bleibt: vorher fragen, und im Zweifel auf die Story-Variante ausweichen – die ist ausdrücklich für genau diesen Fall gebaut.
Was ein Repost für deine eigene Reichweite bringt
Ein Repost ersetzt keinen eigenen Content, verändert aber deine Zahlen. Teilst du fremde Beiträge in deine Story, zählt jede Interaktion in deine Story-Metriken, nicht in dein Feed-Engagement. Wer seine Rate über mehrere Wochen beobachtet, sollte geteilten Content getrennt von eigenem sehen. Mit dem Engagement Rate Rechner prüfst du, wie deine eigenen Posts tatsächlich performen – der Rechner liest dein Profil direkt aus, ohne dass du Zahlen von Hand eintippen musst.
Für dein eigenes Wachstum zählt trotzdem vor allem, was du selbst veröffentlichst: Ein Repost bringt dir kaum neue Follower, weil er nicht als dein Content gilt und im Feed anderer nur schwach ausgespielt wird – der Algorithmus bevorzugt erkennbar eigenständigen Content. Wie du gezielt an eigener Reichweite arbeitest, zeigt Mehr Follower auf Instagram.
Für Marken und Creator, die regelmäßig fremden Content teilen – etwa UGC von Kunden oder Beiträge von Kooperationspartnern –, lohnt sich eine klare interne Regel: erst fragen, dann posten, und die Antwort dokumentieren. Das verhindert Streit im Nachhinein und macht das Team unabhängig davon, wer die Anfrage ursprünglich gestellt hat.
Beispiel: schwach vs. gut
- Schwach: Screenshot eines fremden Reels ohne Erlaubnis und ohne Tag – wirkt wie geklauter Content, und Instagram kann den Beitrag nach einer Meldung entfernen.
- Gut: Remix-Funktion nutzen, eigenen Kommentar per Greenscreen ergänzen und das Original im Text verlinken – zählt als eigenständiger Content mit sichtbarer, nachvollziehbarer Quelle.
Auch bei eigenen Beiträgen, die du selbst später erneut zeigen willst, gilt ein ähnliches Prinzip wie bei fremdem Content: Instagram Beiträge archivieren hält alte Posts griffbereit, ohne sie zu löschen. Und wer regelmäßig mit anderen Accounts zusammenarbeitet, findet in Instagram Collab Post die Langversion der Collab-Funktion von oben.
Häufige Fehler
- Fremde Feed-Posts ohne Erlaubnis reposten. Auch mit Credit ist das ohne Zustimmung ein Verstoß gegen Instagrams Regeln und im Zweifel gegen das Urheberrecht.
- Repost-Apps mit vollem Konto-Zugriff verknüpfen. Das Risiko für dein Konto steht in keinem Verhältnis zum gesparten Klick – die Story-Funktion braucht keinen Zugriff auf Passwörter oder Login-Daten.
- Reposts mit eigener organischer Reichweite verwechseln. Ein Repost bringt dir selbst kaum neue Follower, weil er nicht als eigener Content zählt und im Feed anderer nur schwach ausgespielt wird.
- Remix-Funktion ignorieren, weil sie unbekannt ist. Gerade bei Reels ist Remix der einzige Weg, der gleichzeitig Sichtbarkeit für dich und Credit für die Quelle bringt – ungenutzt liegen lassen kostet Reichweite.
Fazit
Ein Instagram Repost ist kein Klick, sondern eine Entscheidung zwischen drei Funktionen – und bei echtem Feed-Content zusätzlich eine Frage der Erlaubnis. Wer Story, Remix und Collab-Post richtig einsetzt, teilt fremden Content, ohne die eigene Reichweite oder das eigene Konto zu riskieren. Wenn du stattdessen gezielt eigene Reichweite aufbauen willst, wirft ein Blick auf die Startviral Preise die schnellere Route auf.
Häufige Fragen
Gibt es einen echten Repost-Button auf Instagram?
Nein. Instagram hat keinen generischen Repost-Button für den Feed. Die Plattform bietet stattdessen drei native Funktionen an: das Teilen in die eigene Story, das Remixen eines Reels und die Collab-Einladung.
Darf ich einen fremden Beitrag einfach als Screenshot reposten?
Nur mit Erlaubnis des Original-Erstellers und mit sichtbarem Credit im Bild und in der Bildunterschrift. Ohne Zustimmung ist das ein Urheberrechtsverstoß, egal ob du die Quelle nennst oder nicht.
Sind Repost-Apps von Drittanbietern sicher?
Sie bergen ein reales Risiko: Viele verlangen Zugriff auf dein Konto, verstoßen oft gegen Instagrams Nutzungsbedingungen, und erkennbar wiederveröffentlichter Content wird vom Algorithmus schlechter behandelt als eigener.
Bringt mir ein Repost mehr eigene Reichweite?
Kaum. Ein Repost zählt nicht als dein eigener Content und bringt dir selbst wenig neue Follower. Für Wachstum zählt weiterhin, was du selbst veröffentlichst.
Wo sehe ich, wie ein Repost meine Engagement Rate beeinflusst?
Story-Reposts zählen in deine Story-Metriken, nicht in dein Feed-Engagement. Mit dem Engagement Rate Rechner prüfst du, wie deine eigenen Posts performen, getrennt von geteiltem Content.
Das startviral Team begleitet Creator bei Social-Wachstum. Wir schreiben über Algorithmus-Research, Creator Ads und nachhaltiges Wachstum.




